Outwell Louisiana Tarp TC im Test: Vielseitiger Sonnen- und Regenschutz für Zelt, Van und Strand
Sonnenschutz und Regenschutz aus Technical Cotton für Camping, Strand und als Erweiterung zum Zelt
Wir reisen gerne mit einem Tarp. Auf dem Campingplatz verbringen wir mit unseren drei Kindern die meiste Zeit draußen vor dem Zelt: wickeln, essen, spielen, morgens den ersten Kaffee trinken. Da tut ein zusätzlich geschützter Bereich vor dem Eingang einfach gut, mehr Schatten am Nachmittag, mehr Trockenes bei einem Regenschauer, mehr Platz für die ganze Familie unter einem Dach.
Als wir uns letzte Saison für das Outwell Ohio 5 TC entschieden hatten, war schnell klar, dass wir eine passende Erweiterung wollten. Die Wahl fiel auf das Outwell Louisiana Tarp TC, weil es material- und farbtechnisch nahtlos an unser Ohio (und auch an unser Virginia) anschließt.
Ehrlich gesagt waren wir vor dem Kauf trotzdem unsicher. Man wälzt Foren, sucht Bilder von anderen Campern, die das Tarp wirklich im Einsatz haben, will einfach sehen, wie es am Zelt oder am Strand aussieht und was andere Familien dazu sagen. Zum Louisiana Tarp haben wir dazu erstaunlich wenig gefunden, und am Ende war es tatsächlich eine Bauchentscheidung. Vermutlich geht es anderen Interessierten genauso. Deshalb wollten wir nach einer Saison Praxiseinsatz an Zelt und Strand unsere Erfahrungen ausführlich teilen, mit vielen Fotos und ehrlichen Eindrücken. Vielleicht hilft unser Bericht dem einen oder anderen, sich das Tarp vor dem Kauf besser vorstellen zu können.
Was ist ein TC-Tarp und was macht es besonders?
Ein Tarp ist im Grunde eine flexible Plane, die zwischen Stangen und Abspannleinen aufgespannt wird und für Schatten oder Regenschutz sorgt. Der Unterschied zum Louisiana Tarp TC liegt im Material. Statt aus dünnem Polyester besteht es aus Outtex Airtech, einem Gemisch aus 65 % Polyester und 35 % Baumwolle. Diese Technical-Cotton-Mischung heizt sich in der Sonne deutlich weniger auf als reines Polyester, ist gleichzeitig robust und lässt Luft durch, statt sie darunter zu stauen. Genau das war für uns mit drei kleinen Kindern der wichtigste Faktor. Ein Sonnendach, unter dem es nach einer Stunde in der Mittagshitze zur Sauna wird, hätten wir nicht gebraucht.
Dazu kommt der UV-Schutz. Baumwoll-Mischgewebe ist von Natur aus stark UV-stabil, und der Faktor UPF 50+ ist gerade für kleine Kinder wichtig. Ein Nachteil des Materials ist ehrlicherweise das Gewicht: Mit 7,1 kg (Tarp plus drei Stahlstangen) ist es kein Leichtgewicht, aber für ein Auto- oder Van-Camping-Setup absolut vertretbar.
Unsere Aufstellvarianten in der Praxis
Wir nutzen das Louisiana Tarp in zwei Grundkonstellationen, die sich für uns bewährt haben.
Angedockt ans Ohio 5 TC. Das ist unsere Standardvariante auf dem Campingplatz. Am Ohio gibt es zwei Befestigungsmöglichkeiten für das Tarp direkt am Zelteingang. Von dort werden nur noch zwei Tarp-Stangen nach vorne aufgestellt und abgespannt, fertig ist der geschützte Wohnbereich vor dem Zelt. Der Übergang zwischen Zelt und Tarp ist nahtlos, weil beide aus demselben Sandton bestehen und wie aus einem Guss wirken. Das Vordach reicht mit Tarp jetzt weit genug, dass wir mit fünf Personen daruntersitzen, kochen und spielen können, ohne dass jemand in der Sonne oder im Regen steht.
Freistehend am Strand. Hier hat uns das Louisiana Tarp positiv überrascht. Mit Strandheringen abgespannt steht es erstaunlich windstabil, und der Schattenplatz für die ganze Familie ist um Welten angenehmer als eine klassische Strandmuschel. Muscheln heizen sich in der Sonne stark auf und bieten wenig Luftzirkulation, unter dem Tarp herrscht dagegen fast immer ein leichter Luftzug. Für einen Strandtag zu fünft ist das inzwischen unsere erste Wahl.
Die Form des Tarps mit den drei höhenverstellbaren Stangen lässt viele weitere Aufstellvarianten zu, vom flachen Sonnendach bis zur schräg gestellten Windschutz-Version. Wir haben das Grundprinzip beim Strandeinsatz je nach Sonnenstand und Windrichtung immer wieder angepasst, in wenigen Handgriffen ist das Tarp neu abgespannt.
Tarp Aufbau alleine: unser Trick
Beim ersten Versuch war der Aufbau alleine tatsächlich fummelig. Inzwischen haben wir eine einfache Methode, die zuverlässig funktioniert: Erst wird das Tarp flach auf dem Boden ausgelegt und alle Abspannleinen straff mit Heringen im Boden fixiert. Danach werden die Leinen stellenweise wieder gelockert und die Stangen nach und nach aufgestellt. So bleibt das Tarp stabil, während man die Stangen einzeln in Position bringt, statt gleichzeitig Stange und Leine halten zu müssen. Mit diesem Trick schafft man den kompletten Aufbau alleine in etwa 15 bis 20 Minuten.
Die größten Vorteile im Überblick:
✔️ Angenehmes Klima auch in der Mittagshitze
Das Baumwoll-Mischgewebe macht den entscheidenden Unterschied. Selbst an heißen Sommertagen staut sich unter dem Tarp keine Hitze, es zieht immer etwas Luft durch. Für Kinder, die dort mittags Mittagsschlaf halten oder spielen, ein spürbarer Unterschied zu allem, was wir vorher hatten.
✔️ Vielseitig einsetzbar
Ob als Vorzelt-Erweiterung, freistehendes Sonnendach am Strand oder Windschutz, das Louisiana Tarp lässt sich mit den drei höhenverstellbaren Stangen an fast jede Situation anpassen. Diese Flexibilität ist im Camping-Alltag mehr wert als jedes Zusatzfeature.
✔️ Farblich und materialtechnisch abgestimmt
Der Sandton passt exakt zu unseren Outwell-Zelten, sowohl zum Ohio als auch zum Virginia. Das ist rein optisch ein Punkt, aber ehrlich: Auf dem Campingplatz sieht ein stimmiges Setup einfach besser aus als ein wild zusammengewürfelter Mix. Und weil das Material identisch ist, verhalten sich Zelt und Tarp gleich, sowohl bei Regen als auch bei Sonne.
✔️ UV-Schutz UPF 50+
Mit drei Kindern ist zuverlässiger Sonnenschutz keine Option, sondern Pflicht. Der UPF 50+ des Louisiana Tarp gilt als höchste Schutzstufe für Textilien und nimmt einem die ständige Sorge, ob die Kleinen genug im Schatten sitzen.
Das solltest du bedenken:
Gewicht und Preis
Mit 7,1 kg und 269,95 Euro ist das Louisiana Tarp kein Schnäppchen und kein Leichtgewicht. Wer mit dem Auto oder Van reist, wird beides kaum bemerken. Wer aber mit dem Rucksack unterwegs ist oder ein günstiges Sonnensegel für gelegentliche Ausflüge sucht, ist mit einem Nylon-Tarp besser bedient.
Nicht wasserdicht wie ein Zelt
Ein Tarp ist kein Zelt. Die PU-Beschichtung des Outtex Airtech hält normalen Regen gut ab, bei stundenlangem Starkregen oder wenn Wasser über Nähte läuft, sollte man aber wissen, dass es kein wasserdichter Aufenthaltsort ist. Für Regenschutz beim Kochen oder Essen absolut ausreichend, für einen Regentag zum Aufenthaltsraum umgebaut wird es irgendwann feucht.
Unser Fazit: Für wen lohnt sich das Louisiana Tarp TC?
Das Louisiana Tarp TC ist für uns die ideale Ergänzung zu unseren Outwell-Zelten geworden. Wir nutzen es fast bei jedem Trip, und die Familie ist sich einig, dass es aus dem Camping-Setup nicht mehr wegzudenken ist. Der Preis ist stolz, das Gewicht spürbar, aber die Qualität, das angenehme Klima und die vielseitigen Aufstellmöglichkeiten rechtfertigen die Investition für uns.
Unsere Empfehlung: Wenn ihr ein Outwell-Zelt aus der Classic-Air-Reihe oder das Ohio besitzt und mit dem Auto oder Van reist, ist das Louisiana Tarp eine sinnvolle Erweiterung. Auch als eigenständiges Sonnensegel am Strand macht es eine hervorragende Figur. Wer nur ab und zu campt oder etwas Leichteres sucht, ist mit einem einfachen Polyester-Tarp günstiger unterwegs.
Technische Daten: Outwell Louisiana Tarp TC
- Typ: Tarp mit drei höhenverstellbaren Stangen
- Material: Outtex Airtech (65 % Polyester, 35 % Baumwolle)
- Beschichtung: Mikroporöse PU-Beschichtung, atmungsaktiv
- UV-Schutz: UPF 50+
- Fläche: 390 x 400 cm
- Gestänge: Stahl, 19 mm, höhenverstellbar
- Gewicht: 7,1 kg (Tarp + Stangen)
- Farbe: Sand (passend zu Outwell Classic Air TC und Ohio 5 TC)
- Preis (Stand Testzeitpunkt): 269,95 Euro inkl. drei Stangen
Transparenzhinweis: Das Outwell Louisiana Tarp TC wurde uns von Outwell für Testzwecke zur Verfügung gestellt. Es handelt sich nicht um eine bezahlte Kooperation, und der Hersteller hat keinen Einfluss auf Inhalt oder Bewertung dieses Beitrags. Die Review basiert auf unseren eigenen Erfahrungen beim Campen mit drei kleinen Kindern – ehrlich, unabhängig und praxisnah. Unser Ziel ist es, Familien bei der Auswahl von gutem Camping-Equipment zu unterstützen – mit authentischen Einblicken.
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